DAS IST FAKT:

Einbruchsdelikte sind kaum noch beherrschbar!

Seit 2009 sind Einbruchdelikte bis 2015 um fast 47 % gestiegen. Da waren es jährlich bereits über 165 000. Dabei ist die Aufklärungsrate auf unter 15 % gesunken. Noch düsterer wird die Prognose in den Hot-Spots dieser Delikte, die ein deutliches Nord-Süd-Gefälle  aufweisen. Im Focus der Ganoven stehen die nördlichen Stadtstaaten Berlin, Hamburg, Bremen mit ihrem „verschlafenen“ Umland.

Hier ist das Risiko der Diebe besonders gering. Kaum gesicherte Objekte und niedrige Polizeipräsenz. Dem gegenüber stehen spezialisierte Banden internationaler Verbrecherorganisationen aus Süd-Ost-Europa, die kaum verwertbare Spuren hinterlassen und die Freizügigkeit und Rechtstaatlichkeit Deutschlands als Einladung auffassen. Verurteilt wurden nur  3 % der Täter.

Für das Jahr 2016 wird allerdings von der Polizeistatistik für Wohnungseinbrüche ein Rückgang gemeldet und das bei unveränderter personeller Ausstattung unserer Sicherheitsorgane. - Dieses kleine Wunder könnte sich aus einer Änderung der Erhebungsbasis ergeben haben. Der Statistik wurden nur noch die „polizeilich bearbeiteten Fälle“ zugrunde gelegt.

Die Zahl der polizeilich erfassten Einbruchsversuche von bis zu 40 % der „erfolgreichen“ Einbrüche taucht in offiziellen Veröffentlichungen nicht auf. Die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Einbrüche und Einbruchsversuche sind ohnehin kein Thema. Aber auch sie hinterlassen ihre Spuren bei den Betroffenen: Es wird zur Gewissheit, dass man im Focus der Ganoven ist und sie können jederzeit wiederkommen.

Die Bedeutung der Einbruchkriminalität ist ein wohl gehütetes Geheimnis.

Statistische Zahlen nivellieren generell. Hier wird dadurch eine Bedrohung verschleiert: Während Bayern noch als Land der „Glückseligen“ erscheint (niedrigste Kriminalitätsrate generell), vermeldete Hamburg von 2014 auf 2015 einen weiteren sprunghaften Anstieg. Dieser Trend konnte durch Einrichtung einer schlagkräftigen Taskforce deutlich umgekehrt werden: Ein Beweis, dass gezielte Maßnahmen erfolgreich sind.
Dabei vermittelt die Statistik ohnehin nur die „halbe“ Wahrheit. Hinter jeder einzelnen Tat steht die Anzahl der Personen, die von diesem Eingriff in ihr Leben betroffen sind. Das sind zumeist mindestens zwei Personen, die mit ihren seelischen Verletzungen nicht erfasst werden. Dabei wäre noch die Opferzahl der Vorjahre fortzuschreiben. Einbrüche hinterlassen auch ohne Gewalteinwirkung tiefe Verletzungen, die für viele Jahre die Lebensqualität einschränken und die Persönlichkeit verändern. Hat sich die äußere Sicherheit eines Hauses oder einer Wohnung als Illusion erwiesen, ist das Grundvertrauen nachhaltig erschüttert. Betroffene ziehen sich oftmals in ein inneres „Schneckenhaus“ zurück und reagieren abweisend gegen jedermann. Umzüge sind nicht selten und ältere Personen suchen vorzeitig den Schutz eines Altenheimes. Das verständliche Schweigen der Opfer im Bemühen um ein baldiges Vergessen, ist aber ein Täterschutz.

Hört man von einem Einbruch, reagiert man reflexartig ablehnend auf das Thema: „Na, es wird schon keinen Armen getroffen haben“ oder „Na, die sind doch bestimmt gut versichert“. Optimisten sehen in dem Unglück noch einen Glücksfall: „Da haben die aber Glück gehabt, dass sie nicht zuhause waren…“ Reflexartige Ablehnung des Themas verhindert die Erkenntnis:  mittlerweile ist jeder gefährdet.
Die Bekämpfung der Ganoven fordert den Zorn der Opfer und das Licht der Öffentlichkeit.

Ein politisch brisantes Thema.

Leider ist das Thema der Einbruchsdelikte, die überproportional von Ausländern begangen werden, politisch aufgeladen, denn es ist eng mit Aspekten wie Immigration und Integration verbunden. Um eine möglichst harmonische Integration der Zuwanderer (2015 890.000 Pers.) nicht zu beeinträchtigen, werden auch alarmierende Sachverhalte durch politische Organe nicht und Medien kaum aufgegriffen. Dabei wäre eine wirksame Entkriminalisierung durch unsere Sicherheitskräfte ein wesentlicher Beitrag zur Integrationsbereitschaft vieler skeptischer Bürger, die ihre Sicherheit im eigenen Land gefährdet sehen.
Eine Verankerung dieser Sicherheit - ein elementares Grundbedürfnis der Bevölkerung - sucht man im Grundgesetz vergebens!

Defizite bei Polizei und Gesetzgebung

Der ausgedünnte Personalstand auch bei Fachabteilungen selbst in Zeiten kontinuierlich wachsender Fallzahlen hat die Polizei an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht. Auch hoch qualifizierte und hoch motivierte Einsatzkräfte dienen  primär der Statistik, als der Kriminalitätsbekämpfung. Im Polizeijargon wird bei Tatortbesuchen von Kondolenz-Besuchen gesprochen, was wohl die Unumkehrbarkeit des Ereignisses meint.
Dabei liegen den Dienststellen bereits erhebliche Erkenntnisse über Strukturen, Arbeitsweisen und Herkunft der Täter vor, die jedoch durch mangelnde Ausrüstung und Befugnisse nicht gerichtsverwertbar gemacht werden können. Ein wesentliches Handicap in der Verbrechensbekämpfung, insbesondere der international gut organisierten Banden, sind Gesetze und Vorschriften, die z. B. dem Datenschutz dienen sollen, aber gleichzeitig einer Strafverfolgung entgegenstehen. Das ist de facto: Täterschutz! Bei den polizeilichen Fachkräften führen diese Erfahrungen aus der täglichen Arbeit zu einem erheblichen Frustpotential.

Gerade diese Aspekte bedürfen einer realitätsorientierten Wahrnehmung und Aktualisierung in Gesetzgebung und Justiz. Der Professionalität hoch gerüsteter, international agierender Krimineller sind  zeitgemäß ausgestattete  Strafverfolger entgegenzustellen, die zwingende, gerichts-relevante Beweise vorlegen. Die derzeitige Verurteilungsrate und Strafbemessung bei Einbruchsdelikten wird von den Ganoven nicht als Risiko wahrgenommen und ist als mögliche Schutzfunktion der Bevölkerung unwirksam.
Ist erst der Respekt der Ganoven vor den Organen unseres Rechtsstaates vollends verloren - Einzelfälle einer Bedrohung von Staatsanwälten und Richtern sind bereits bekannt - ist die öffentliche Sicherheit gefährdet.