Aktive Nachbarschaft

Überfällige Regelungen anstehender Probleme in der Kriminalitäts- Bekämpfung, des Asylrechts sowie der Einwanderung haben zu unterschiedlichen privaten Initiativen und Demonstrationen geführt. Verantwortliche Politiker reagierten vorerst mit diskriminierenden Äußerungen, die nicht erwarten lassen, dass der dringende Handlungsbedarf  auch umgesetzt  wird. - Zur Prävention der stetig wachsenden Einbruchskriminalität wurden bereits an einigen Brennpunkten dieser Delikte Selbsthilfe- Gruppen gegründet. Das entbindet die Polizei keinesfalls ihrer hoheitlichen Aufgaben und eine Zusammenarbeit ist im gegenseitigen Interesse hilfreich.

Ziel der Nachbarschaftsinitiative ist der Informations-austausch zu auffälligen Beobachtungen in der Region, die Bündelung der Interessen aller und die Vertretung der Forderungen bei Verwaltungen und Sicherheitsorganen sowie tätige Nachbarschaftshilfe bei Urlaubsabwesenheit u.Ä. - Zumindest von einer Bürgerinitiative im grenznahen Bereich zu Polen ist bekannt, dass auch koordinierte Patrouillengänge durchgeführt werden, die die Diebstähle und Einbrüche auf den 0-Pukt gebracht haben. Diese konsequente Lösung setzt einen real begründeten Leidensdruck voraus, der produktiven Zorn auslöst und ausreichend Betroffene aktiv handeln lässt. Dies geschieht nahezu selbsttätig, aber organisiert.

Hier sollen einige Überlegungen angeregt und aus Beobachtungen dienliche Hinweise vermittelt werden, wie auch in größeren Ortschaften eine „Aktive Nachbarschaft“ initialisiert und praktiziert werden könnte:

Die Gründung einer Informationsplattform ist bei „facebook“ für einen „Internet-User“ unproblematisch. Diese Initiative ist für die Lokalpresse allemal einen Bericht wert, zumal er die aktuelle Berichterstattung, über die letzten Einbrüche, sinnvoll ergänzt.

Die Ziele sollten sich an der ganz natürlichen Nachbar-schaftshilfe, innerhalb einer dörflichen Gemeinschaft, orientieren: Jeder kennt dort jeden und so sollten alle Mitglieder eines Blogs bereit sein, ihre Adressdaten mit Aufzählung des Nachbarschaftsangebotes bekanntzugeben. Hilfen könnten sein:  gelegentliche Besorgungen, Tätigkeiten bei Urlaubsabwesenheit,   Mithilfe bei Organisation, Redaktion oder Repräsentation.

Der Blog bündelt die Interessen aller Mitglieder. Sie bedürfen aber der Organisation eines Koordinations-Gremiums, das auch die Interessen nach außen vertritt. Es hat dann die Bedeutung der Summe aller Mitglieder. Und die wird erst bedeutsam, wenn die Mitglieder einige Hundert zählen. - In der Zwischenzeit sollte sich der Blog seine Lebendigkeit durch die tägliche Wahrnehmung und Nutzung durch alle Teilnehmer erhalten. Hilfreiche Meldungen zu Aus-spähaktivitäten in der Region oder betrügerischen Hausierern erfüllen erst ihren Zweck, wenn sie auch wahrgenommen werden.

Das Geheimnis der natürlichen Nachbarschaft ist die Transparenz durch die vielleicht seit Generationen gewachsene Bekanntschaft. Die ist heutzutage nur noch in ganz kleinen Dörfern gegeben, stellt aber immer noch ein Ideal dar. - Wenn die Summe der Mitglieder eines Blogs vermuten lässt, dass eine allgemein durchgesetzte Akzeptanz dieser Nachbarschaftsinitiative besteht, könnte ein dezentes Schild im Eingangsbereich der Mitglieder wie „Aktiver Nachbar“ vieles erleichtern.
Kleinganoven der Region wüssten dann, wenn sie sich am Eigentum eines dieser Nachbarn vergreifen, legen sie sich mit allen an.